Mit dem Ende der Schulzeit stellt sich für viele Schüler und Schülerinnen die große Frage: Welchen Beruf soll ich wählen? Mit der stetig zunehmenden Auswahl an Möglichkeiten wächst oftmals auch die Unsicherheit. Daher sollte man sich rechtzeitig Gedanken machen und sich näher über Berufsfelder und mögliche Ausbildungsstätten informieren. Job- und Ausbildungsmessen sind dafür eine ideale Plattform.

Auf der „5. Grafschafter Messe für Ausbildung und Beruf“, der arbeitswelten 2017 in Nordhorn, erwartet Sie eine Vielzahl von Ausstellern aus der Region. Unternehmen, Schulen und Ausbildungsstätten informieren an ihren Ständen zu unterschiedlichsten Ausbildungs- und Berufsbildern. Hautnah können Sie hier mit Ansprechpartnern aus allen Branchen ins Gespräch kommen und erste Kontakte knüpfen. So gewinnt man einen ganz persönlichen Eindruck, in welche Richtung die eigene berufliche Karriere gehen soll.

Mit ein bisschen Glück trifft man hier vielleicht sogar seinen zukünftigen Arbeitgeber.

Damit die Job- und Ausbildungsmesse „arbeitswelten“ für Sie persönlich ein voller Erfolg wird, haben wir nachfolgend ein paar wichtige Informationen für die optimale Vorbereitung zusammengestellt.

Happy female student

Leitfaden für SchülerInnen

Die Jobmesse „arbeitswelten“ bietet Euch eine ideale Gelegenheit, Kontakte zu potenziellen zukünftigen Arbeitgebern zu knüpfen. Eventuell könnt Ihr hier sogar bereits ein Ausbildungs- oder Jobangebot erhalten. Auch um einen ersten Überblick über Berufsbilder zu gewinnen, eignet sich die Messe hervorragend. Nachfolgend ein paar Tipps, wie Ihr Euch richtig auf die Jobmesse vorbereiten könnt.

Natürlich in der „Sie“-Anrede, um Euch gleich auf den richtigen Umgangston im Berufsleben vorzubereiten.

Vor der Messe

Überblick gewinnen: Idealerweise sollten Sie sich bereits von zu Hause aus einen Überblick über alle Unternehmen und Ausbildungsstätten, die auf der arbeitswelten als Aussteller anwesend sind, verschaffen.
Top 5 Liste: Machen Sie sich eine Liste mit den Top 5 Unternehmen und Schulen, deren Messestand Sie auf jeden Fall besuchen möchten und bringen Sie sie in eine Prioritäten-Reihenfolge. An erster Stelle sollte hierbei nicht Ihr Traumarbeitgeber stehen, sondern zunächst sollten Sie in anderen Gesprächen üben. Im wichtigsten Gespräch wissen Sie somit ganz genau, worauf es ankommt.
Vorab informieren: Dies ist der wichtigste Punkt, den Sie im Vorfeld erledigen müssen, damit die Messe für Sie ein möglichst großer Erfolg wird! Informieren Sie sich vorab ausführlich über die Unternehmen /Schulen und ihre Leistungen. Hierfür sollten Sie die Unternehmenswebseiten aufmerksam lesen und sich ggf. bereits Fragen notieren. Natürlich empfiehlt es sich auch bereits nach Job- und Ausbildungsangeboten zu suchen und zu gucken, ob etwas davon für Sie in Frage kommt. Sollte das Unternehmen bzw. die Schule keine Jobangebote ausgeschrieben haben, überlegen Sie sich am besten trotzdem, was Sie ihm als zukünftiger Mitarbeiter oder Azubi/Schüler bieten können.
Vorbereitet sein: Machen Sie sich genau Gedanken, wie Sie auf der Messe „arbeitswelten“ vorgehen möchten. Dazu gehört das Notieren von Fragen, die Sie den Verantwortlichen am Stand stellen können. Zum Beispiel können dies Fragen zu Details über die ausgeschriebenen Stellen sein. Die meisten Unternehmen/Schulen schätzen es, wenn Sie mit gezielten Fragen an ihren Stand kommen. So zeigen Sie Ihr Interesse an den Unternehmen bzw. an den Schulen. Achten Sie aber darauf, dass es auf keinen Fall Fragen sein dürfen, die Sie mit ein bisschen Nachdenken oder mehr Recherche auch hätten selbst beantworten können. Natürlich sollten Sie sich auch überlegen, wie Sie zeigen können, dass Sie genau der/die Richtige für die entsprechende Stelle sind.
Bewerbungsmappe überarbeiten: Die Bewerbungsmappe ist das wichtigste Dokument auf Ihrem Messebesuch. Feste Bestandteile sind ein kurzes personalisiertes Anschreiben, Ihr Lebenslauf und ein aktuelles Foto, welches idealerweise direkt eingedruckt und nicht aufgeklebt ist. Wichtig: Jedes Anschreiben sollte unbedingt individuell auf das jeweilige Unternehmen zugeschrieben sein. Nehmen Sie Bezug auf das Tätigkeitsfeld der Firma/der Schule und zeigen Sie, dass Sie sich im Vorfeld informiert haben. Auch der Lebenslauf muss natürlich aktuell sein und alle wichtigen Anlagen enthalten. Erstellen Sie ggf. je nach Unternehmen bzw. Schule verschiedene Lebensläufe, in denen Sie Kleinigkeiten anpassen, wie etwa dieses oder jenes Hobby nennen. Auch die Erwähnung von Praktika oder anderer Kenntnisse sollte je nach Unternehmen/nach Ausbildungsgang angepasst sein, wenn die Schwerpunkte unterschiedlich sind. Nehmen Sie genügend Exemplare Ihrer Bewerbungsmappe mit.
Ihr Outfit: Wie so oft im Leben zählt auch auf der Jobmesse der erste Eindruck besonders. Daher ist Ihr gut gewähltes Outfit ein wichtiger Faktor für Ihren Erfolg. Hierbei gelten die gleichen Regeln wie für ein Vorstellungsgesprächs-Outfit: Ziehen Sie an, was Sie auch im Joballtag tragen würden, nur eine Spur schicker.

Auf der Messe

Ansprache: An Ihrem Wunschstand angekommen, sollten Sie sich höflich vorstellen. Gegebenenfalls können Sie auch nach dem richtigen Ansprechpartner für Ihr Anliegen fragen. Immer dran denken: Auch Ihr Verhalten zählt zum Eindruck, den Sie bei Ihrem potenziellen neuen Arbeitgeber hinterlassen. Also seien Sie stets freundlich und zeigen Sie Interesse.
Fragen stellen: Dies zeigt, dass Sie sich mit dem Unternehmen/der Schule auseinandergesetzt haben und bekundet Ihr Interesse. Vermeiden Sie aber unbedingt Fragen, die sich leicht mit einem Klick auf die Webseite des Unternehmens oder der Schule beantworten ließen. Das hätte sonst den gegenteiligen Effekt.
Notizen machen: Notieren Sie alles, was Ihr Gegenüber sagt und von dem Sie der Meinung sind, dass es wichtig ist. Diese Notizen können Sie dann für die Bewerbung oder als Aufhänger für den nächsten Kontakt nutzen.

Nach der Messe

Kontakt halten: Auf der Messe sollten Sie Ihren Ansprechpartner nach seiner Visitenkarte fragen. Spätestens 2 Tage nach der Messe melden Sie sich per E-Mail, Brief oder Xing (bitte nicht über Facebook oder andere privat ausgerichtete Soziale Netzwerke!) bei ihm. Hierbei bedanken Sie sich für das Gespräch auf der Messe und heben Ihr Interesse an einem Arbeits- oder Ausbildungsplatz in diesem Unternehmen noch einmal hervor. Wenn Sie sich an Punkte im Gespräch erinnern oder notiert haben, die Sie wichtig fanden, erwähnen Sie diese noch einmal. Nutzen Sie Ihre Chance, den Job zu bekommen!

Don‘ts:

Zu viel Gepäck: Laufen Sie nicht mit zu großen oder schweren Taschen über die Messe. Gegebenenfalls können Sie Ihre Sachen an der Garderobe abgeben. Sie benötigen für den Messerundgang lediglich Ihre Bewerbungsmappen, etwas zu schreiben und einen Notizblock.
Eigene Visitenkarten: Gerade bei Berufseinsteigern und Schulabgängern wirkt eine Visitenkarte schnell überzogen. Stattdessen sollten Sie lieber mehr Zeit und Mühe in Ihre Bewerbungsmappe investieren, die Sie als „Visitenkarte“ übergeben.
Von Stand zu Stand hetzen: Nehmen Sie sich genügend Zeit für jeden interessanten Stand auf Ihrer Liste. Lassen Sie keine Hektik aufkommen und führen Sie Gespräche in Ruhe. Hinterlassen Sie hierbei immer Ihre Bewerbungsmappe!
Mit Beachtung dieser Punkte sollten Sie das Bestmögliche für Ihre berufliche Zukunft aus der arbeitswelten herausholen können. Wie so oft gilt: Die gewissenhafte Vorbereitung entscheidet über Erfolg oder Misserfolg.

Ergreifen Sie Ihre Chance!

Infos für Lehrer

Tipps zur Vorbereitung

Ein individueller Fragebogen, der auf die Bedürfnisse der SchülerInnen eingeht, erleichtert die Vorbereitung und Auswertung des Besuchs der Job- und Ausbildungsmesse arbeitswelten.
Für die Zusammenstellung des Fragebogens empfehlen wir das nachfolgende Vorgehen.

Sammlung von Schülerfragen

Am Anfang der Vorbereitung auf die Messe sollte folgende Frage stehen:

„Was interessiert euch am jeweiligen Ausbildungsberuf?“

Als Basis für die Sortierung in übergeordnete Bereiche kann nach Bedarf die Einteilung der Arbeitsagentur im „Berufenet“ (über www.arbeitsagentur.de) herangezogen werden.

• Wie heißt der Ausbildungsberuf genau?
• Ausbildung
• Ausbildungsbedingungen, -ort, Branchen
• Tätigkeiten/Aufgaben in der Ausbildung
• Zugangsvoraussetzungen/Eignungsvoraussetzungen/Interessen
• Chancen einen Ausbildungsplatz zu erhalten
• Ausbildungsvergütung
• Dauer der Ausbildung etc.
• Auswahlkriterien der Firmen (Zeugnisnoten, Schulabschluss, Vorstellungsgespräch, Einstellungstest)
• Tätigkeit nach der Ausbildung
• Tätigkeitsorte, Bedingungen, Brachen
• Weiterbildungsmöglichkeiten
• Einkommen
• Alternative/verwandte Berufe etc.